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kunst:stück, Kunst und Kultur Programm Magazin
für die Region Bielefeld.
kunst:stück informiert und berichtet über Ausstellungen,
kulturelle Higlights und stellt regionale Künstler vor,
inkl. Theater Programm, Jazz- und Klassik Konzerten.
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| Kunst:Stück – jeden Monat auch im GUETSEL.DE | citymagazin |
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Auszug aus Issue18 des kunst:stück. Um weiterzulesen, klicken Sie hier.
05. September 2010 - 02. Oktober 2010
Rago Torre Ebeling . Skulpturen, Bilder, Zeichnungen
Die Galerie Jesse präsentiert Arbeiten aus
den „Berliner Jahren“ des Künstlers Rago
Torre Ebeling. Gezeigt werden Skulpturen,
Bilder und Zeichnungen. Geboren im Jahr
1926 kann Ebeling auf eine Zeitspanne von über sechs Jahrzehnten künstlerischen
Schaffens zurückblicken.
Geprägt sind diese Jahre von einer ständigen
Veränderung, sei es in Bezug auf
Themen oder künstlerische Mittel. Beständigkeit
zeigt sich in seiner rastlosen Suche
nach Neuem und einem fortwährenden
Experimentieren.
Die Arbeiten in der aktuellen Ausstellung
kommen aus den 50er Jahren. Eine Zeit der
Gegensätze: Dem akademisch Figurativen
stellt sich die neue Abstraktion entgegen.
In dieser Phase verfolgt Rago Torre Ebeling
konsequent einen konstruktiv bestimmten
Surrealismus, in dem er technische Elemente
in einer ganz neuen Art in eine freie expressive
Ausdruckswelt einbezieht und mit
natürlichen Formen kombiniert.
Dabei durchdringt er gestalterisch die gegebene
Wirklichkeit und paraphrasiert sie in
dringliche Metaphern von expressiver Kraft.
Wichtige Anstöße gibt ihm auf diesem Weg
sein Lehrer, der Eisenplastiker Hans Uhlmann.
Aber auch Gonzales und die Kubisten
beeinflussen ihn. Von Karl Hofer erfährt
Rago Torre Ebeling in diesen entscheidenden Berliner-Jahren die Bedeutung
von der Funktion der plastischen Form im
Raum und wesentliche Aspekte über die
expressiven Möglichkeiten der Farbe.
Das Problem, eine konstruktive „technische“ Form mit den Ausdrucksmitteln einer expressiven
Farbe zu verbinden, beschäftigt
Rago Torre Ebeling in den folgenden
Jahren weiter. Bis es Ende 1962 zu einem
Bruch kommt: Angewidert vom damaligen
Kunstbetrieb gibt er die Malerei ganz auf
und arbeitet als Publizist und Kritiker.
Seine innere Konsequenz sowie die geistigbildnerische
Geschlossenheit, die sich in
seinem Werk ausdrückt, zeigt sich, als er
in den Jahren 1966/67 nach der mehrjährigen
Unterbrechung scheinbar nahtloswieder an die Berliner Zeit anschließt. Jedoch
ist er noch ausgeprägter im Vokabular
und eindringlicher in der Formulierung.
Es entsteht eine Vielzahl von Eisenplastiken.
In seinen Werken zeigt Rago Torre Ebeling
eine strenge bildnerische Disziplin - frei von
kommentierender Rhetorik. Form-farblich
verdichtet entfalten die Inhalte ihren evokativen
Charakter. Sie werden zu elementaren
Zeichen. So schafft Rago Torre Ebeling
eine neue, andere Wirklichkeit, die eine in
sich geschlossene formal-funktionale Ordnung
spiegelt.
Torre-Ebeling begann seine künstlerische
Ausbildung nach Ende des Zweiten Weltkriegs
an der Hochschule für Baukunst und
Bildende Künste in Weimar. Nach einem
kurzen Kunstgeschichtsstudium in Rostock,
studierte er an der Hochschule für
Bildende Künste und Baukunst in Berlin-
Charlottenburg.
Öffnungszeiten: Di-Fr: 10-12 Uhr, 15-18.30
Uhr, Sa: 11-15 Uhr
www.galerie-jesse.de
Bielefeld |

© Rago Torre Ebeling
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28. August 2010 - 21. November 2010
Intime Einblicke in Picassos Atelier
Picassos Atelierbilder gehören zum Intimsten,
was der Spanier von sich preis gab.
In ihnen reflektiert er immer wieder über
seine eigene Kunst und seine Rolle als
Maler und Bildhauer. Anlässlich seines
10jährigen Jubiläums widmet das Graphikmuseum
Pablo Picasso Münster dem Thema
vom 28.08. bis 21.11. eine große Sonderausstellung. „Pablo Picasso – Im Atelier des
Künstlers“ präsentiert rund 160 Gemälde,
Zeichnungen, Grafiken, Skulpturen und
Fotografien.
Unterstützt wird das Picasso-Museum dabei
durch namhafte Institutionen und Privatsammler
aus Deutschland, Frankreich, Spanien,
Großbritannien und der Schweiz, darunter
das Centre Pompidou in Paris und
das Museu Picasso in Barcelona. Auch die
Erben Picassos stellen für die Jubiläumsausstellung
private Leihgaben zur Verfügung.
Das Thema des Atelierbildes zieht sich wie
ein roter Faden durch Picassos gesamtes
Werk. So spannt die Ausstellung einen
Bogen von fast 70 Schaffensjahren, angefangen
mit zwei frühen Zeichnungen bis
hin zu erotisch aufgeladenen Arbeiten der
späten 60er Jahre.
Die Szenen im Atelier schwanken zwischen
Preisgabe und Verhüllung. Picasso verbirgt
sich in ihnen bisweilen hinter kunstgeschichtlichen
Zitaten oder Darstellungstraditionen,
wie beispielsweise dem Maleraffen.
Seine Atelierbilder liefern so bisweilen ironische Kommentare auf die eigene Kunst
und diejenige seiner Zeitgenossen.
Picasso maß der Verwandlung seiner Bildideen
im Schaffensprozess eine besondere
Bedeutung bei. Er ging nicht mit einer
fertigen Vorstellung ans Werk, sondern entwickelte
seine Bildideen beim Entstehen
des Werkes. Die Ausstellung folgt diesem
Ansatz und präsentiert selten gezeigte Zustands-
und Probedrucke, die Picassos prozessuales
Bilddenken veranschaulichen.
Fotos von David Douglas Duncan, der zu
den wenigen Menschen gehörte, die Picasso
beim Malen im Atelier ablichten durften,
runden das Bild eines Künstlers ab, der
scheinbar virtuos nach der Devise arbeitete: „Der Weg ist das Ziel.“
Ergänzt werden die Picasso-Werke um zeitgenössische
Positionen, die im Zusammenhang
mit der Atelierthematik stehen. So
beschreibt ein Gemälde des Italieners
Antonio Recalcati die lebensbedrohliche
Affinität zwischen einer Staffelei und einer
Guillotine. Der „Lauf der Dinge“, ein Kurzfilm
des schweizer Künstlerduos Fischli/Weiss,
hingegen inszeniert eine schöpferische
Kettenreaktion. Werke von Ben, Christo und
dem Katalanen Perejaume liefern ferner ganz
individuelle, bisweilen provokative oder
unvermutete Beiträge zum Künstlertum.
www.graphikmuseum-picasso-muenster.de
Münster |

© Graphikmuseum
Pablo Picasso Münster
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18. Juni 2010 - 16. Januar 2011
175 Jahre in 175 Tagen
175 kleine Geschichten
Mit der Jubiläumsausstellung „175 Jahre
in 175 Tagen“ wurde der Versuch unternommen,
jedem einzelnen Jahr des Museums
auf eigene Weise gerecht zu werden.
Die jeweiligen Direktoren und diversen
Umzüge innerhalb Detmolds, die Um- und
Ausbauten der Häuser, der Zugang überragender
Einzelstücke und die Überlassung
bedeutsamer Sammlungen bilden die vertrauten
Eckdaten. Dazwischen haben wissenschaftliche
Erkenntnisse, politische Entscheidungen,
gelungene Ausstellungen
aber auch schmerzliche Verluste und technische
Neuerrungenschaften, Künstler, Handwerker und nicht zuletzt die Bürger
Lippes ihren Beitrag dazu geleistet, damit
Detmold seine herausragende Stellung
im Kanon der bundesweiten Museumslandschaft
einnehmen konnte. In den folgenden
175 kleinen Geschichten soll die
Entwicklung des Landesmuseums nacherzählt
werden.
Einer Zeitreise gleich, die schlaglichtartig
vom Wandel und Fortschritt, von desolaten
Zuständen und glanzvollen Leistungen,
von Visionen und Irrtümern berichtet. Ein
buntes Kaleidoskop höchst unterschiedlicher
Eindrücke, durch das auch die vielfältige
Aufgabenstellung des Detmolder
Museums zu erkennen ist. Objekte aus berühmten
Sammlungen erzählen ihre Geschichte
neben längst vergessenen Exponaten,
verblichene Fotos und vergilbte Akten
kommen neben wertvollen Gemälden zum
Tragen. Die Ausstellung wird von einem
umfangreichen Rahmenprogramm begleitet.
www.Lippisches-Landesmuseum.
de
Detmold |

© Lippisches Landesmuseum |
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23. Juli 2010 - 29. August 2010
Shubcraft
Peter Shub, der internationale und hochdekorierte Star der komischen Pantomime und Comedy leitet das Publikum mal nonverbal, mal in charmantem „denglisch“ durch die Show im Kaiserpalais Bad Oeynhausen. Ihm zur Seite steht ein Team von jungen Artisten, die mit ihrer Kunst an der Spitze der artistischen Zunft stehen. Aus einer Fülle von modernen, faszinierenden Darbietungen konnte so eine fulminante Show voller Humor, Kraft, Präzision und Anmut entstehen.
Peter Shub bittet zur Lachtherapie! Er ist wild, drollig, anarchisch, spontan. Körperteile machen sich selbstständig, banale Gegenstände erwachen plötzlich zu einem selbstbestimmten Leben und aus dem Nichts entstehen eigensinnige Wesen, die für unvermutete Komplikationen sorgen. Peter Shub steht für visuelle Comedy, Slapstick, Skurrilitäten, schwarzen Humor, verrückte Gedichte und Lieder und auch sonst allerlei Sonderbares, für das ihm die Herzen nur so zufliegen.
Phil Os bietet ein Rockkonzert der ganz anderen Art. Gestylt wie ein Rockstar, in Jeans mit Nietengürtel betritt er die Bühne und zieht sein Publikum mit seiner atemberaubenden Diabolo-Show zu harten Rockklängen in den Bann. Dann geht es hoch in die Lüfte. Hier trifft die Gefahr auf Eleganz und Anmut. Silea zeigt virtuos gewagte Sprünge auf dem Seil oder rasante Akrobatik am Tuch. Auch Darkan entführt sein Publikum in ungeahnte Höhen. An zwei schmalen Bändern befestigt schwebt er in die Lüfte. Luftakrobatik, die kraftvoll und trotzdem elegant wirkt. Darkan errang beim Internationalen Circusfestival „Cirque de Demain 2010“ die Goldmedaille.
Wer ist denn die Dame im feinen Spitzenkleid? Françoise Rochaise hat sich nicht auf die Bühne verirrt. Nein, sie zeigt, was man mit Schirmchen, Blumen und Tennisschlägern so alles machen kann. Die Weltrekordhalterin in der Jonglage mit sieben Batons wirbelt die zahlreichen Gegenstände nur so durch die Luft. Das Duo Antoine und Aurore zeigt in einer einzigartigen Choreografie, was Partnerakrobatik auf höchstem Niveau heißt. Der hoch gewachsenen Antoine wirbelt seine Partnerin Aurore in die Luft, ihre Körper verbinden und lösen sich mit malerischer Poesie. Die einzelnen Bewegungen fließen ineinander und präsentieren eine ganz neue, ungewöhnliche Darbietung.
Bei Andrey Koltsov steht die Welt Kopf. Der Weltklasse-Artist zeigt faszinierende Kunststücke über Kopf. Stark, biegsam und voller Spannung wirkt der Ausnahmeakrobat, der schon im Cirque du Soleil das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss.
Anna Stankus präsentiert rasante und moderne Hula-Hoop-Akrobatik. Wie aus dem Moulin Rouge entsprungen kommt sie auf die Bühne und bietet eine atemberaubende Show. Mit traumwandlerischer Sicherheit wirbelt sie die Ringe durch die Lüfte, um sie dann im nächsten Moment in fast undenkbaren Körperpositionen wieder aufzufangen.
GOP Varieté-Theater
Bad Oeynhausen |
© Welthaus |
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18. April 2010 - 3. Oktober 2010
Der Weltgarten „erblüht“ in Bielefeld
Über ein Jahr und viele Helferinnen und
Helfer waren notwendig, um die interaktive Ausstellung zur Globalisierung in Bielefeld in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Am 18.04. war es soweit - der Weltgarten hat
nun bis zum 03.10. auf dem Gelände des
Bauernhaus-Museum Bielefeld seine Pforten geöffnet.
Dies ermöglicht eine Kooperation zwischen dem Welthaus Bielefeld,
dem Eine Welt Netz NRW und dem Bauernhaus-Museum Bielefeld sowie die Unterstützung freiwillig Engagierter.
Endlich wird die Erfolgsgeschichte des Weltgartens fortgesetzt. Seit 2005 haben bereits über 2 Millionen Interessierte jeden Alters den Weltgarten in verschiedenen Städten Nordrheinestfalens besucht. Dabei konnten sie viel Wissenswertes über die globalen Zusammenhänge unserer Erde entdecken. Nur wer selbst aktiv wird, lernt den Weltgarten in all seiner Vielseitigkeit kennen. Themen wie Klima, Wasser, Energie und Wirtschaft werden für Jung und Alt interaktiv und ansprechend erklärt. „Wir freuen uns, dass wir zum Auftakt des 30-jährigen Jubiläums des Welthaus Bielefeld den Weltgarten in Bielefeld haben“, sagt
Susanne Schmeier, Referentin des Welthaus
Bielefeld und Projektleiterin des Weltgarten.
Kernstück der entwicklungspolitischen Ausstellung ist ein etwa 5 Meter hohes, weißes
Kuppelzelt, was schon von Weitem neugierig macht. Es beherbergt zwei Multimediastationen, die Gelddusche sowie eine Verkaufseinheit zum Fairen Handel. Viele spannende und innovative Außenexponate wie Hippo-Roller, eine sprechende Kuh und
eine Kartoffelkiste vermitteln Wissenswertes zu Eine Welt Themen und regen zum Nachdenken an. Während dieser einmaligen „Weltreise“, lädt der Weltgarten bei fairem Kaffee sowie Tee und Kuchen aus dem Café des Bauernhaus-Museum Bielefeld auch zum Verweilen ein. So lässt es sich wunderbar entspannen und über das Gesehene austauschen.
Das Welthaus Bielefeld bietet im Rahmen des Weltgarten für Schulklassen, Jugend-
und Erwachsenengruppen tolle Erlebnisführungen an.
Was hat mein Handy eigentlich mit Afrika zu tun? Wie viel Mühe kann es kosten, wenn ich keinen Wasserhahn habe? Was verbraucht
eigentlich mehr Wasser: ein Hamburger oder
eine Tomate?
Interessante Fragen werden
hier aufgeworfen und anschaulich beantwortet. Einen besonderen Akzent, im internationalen Jahr der Biodiversität 2010, setzt das Welthaus Bielefeld im Weltgarten mit einer Sonderführung zum Thema Kartoffel.
Auch das ehrenamtliche Engagement wird
im Weltgarten ganz groß geschrieben. Einerseits sind Eine Welt- und Umweltgruppen eingeladen, Ihre Anliegen und Arbeit den
Besucherinnen und Besuchern des Weltgartens vorzustellen. Andererseits beraten freiwillig Engagierte zu Produkten des Fairen Handels, begleiten Erlebnisführungen durch
www.welthaus.de
Bielefeld |
© Welthaus |
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Bis 3. Oktober 2010
Stephan Balkenhol . Druckgraphik 1992 - 2008
Der Bildhauer Stephan Balkenhol (*1957 in Fritzlar) gehört mit seinen rund einhundert Arbeiten im öffentlichen Raum und seinen auch in zahlreichen Museen vertretenen Werken heute zu den bekanntesten und renommiertesten Künstlern Deutschlands. Seine Figuren, nur durch wenige Merkmale gekennzeichnet und als „Zeitgenossen“ typisiert, gelten seit vielen Jahren als sein
Markenzeichen. Während sein plastisches Werk vielfach publiziert wurde, blieben seine
Grafiken bislang weitgehend unveröffentlicht. Sie sind jedoch Grundlage für seine sorgfältig inszenierten Skulpturen, die heute
auf Plätzen und Brücken, vor, in und auf Gebäuden, in Wasserflächen oder Parkanlagen zu finden sind.
Der Mensch ist auch das zentrale Thema im
zeichnerischen Werk Balkenhols. Die Figuren, Köpfe, Gesichter, teils monochrom,
teils farblich akzentuiert, sind mit Nähe
zum Porträthaften in äußerlicher „Familienähnlichkeit“ umschrieben. Gewöhnliche
Motive finden in unprätentiösen Formulierungen ihre Entsprechung, gängige Sehgewohnheiten werden unterlaufen: Ohne
räumliche Bezüge schweben seine Gestalten - Protagonisten des Alltags - beschwingt und leicht auf dem Papiergrund. Dabei ergänzen Tierdarstellungen seine Figuren in neuartiger Sicht- und Kombinationsweise.
Auffällig lapidar sowohl im Inhaltlichen als
auch im Gestalterischen stattet der Künstler
seine autonom und allein durch ihre Präsenz wirkenden Figuren mit einem Übermaß an Normalität aus. Ohne Kennzeichen von
subjektiver und emotionaler Befindlichkeit und frei von sozialkritischen Bezügen, treten
sie in Kommunikation mit ihren Betrachtern. Sie erzählen keine Geschichten, sondern fordern auf, sich auf sie einzulassen.
Stephan Balkenhol gehört zu einer Künstlergeneration, der es gelang, in den achtziger Jahren eigene Richtungen durchzu-setzen. Von Gruppierungen wie den „Jungen Wilden“, die sich als Gegenströmung zu den Positionen der Konzeptkunst und Minimal Art verstanden, setzte sich der Künstler bewusst ab. Seit 1992 lehrt Balkenhol als Professor an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe.
Öffnungszeiten: Di-So, 10-18 Uhr, Eintritt frei.
Städtische Galerie am Abdinghof
Am Abdinghof 11 . Paderborn
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© Balkenhol
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16. April 2010 - 29. August 2010
Guter Stoff.
Textile Arbeiten von Barbara Esser und Wolfgang Horn
Museum Huelsmann, bis 29. 08.
Seit 1993 entwickeln die Textildesignerin Barbara Esser und der Architekt Wolfgang
Horn gemeinsame Projekte. Mit seinen experimentellen Arbeiten hat sich das Künstlerduo in der internationalen Textilszene einen
Namen gemacht und wichtige Auszeichnungen, darunter den begehrten Staatspreis für Kunsthandwerk Nordrhein-Westfalen 2007, erhalten.
Die farbigen Raumobjekte und faszinierenden Stoffe werden eigenhändig von Barbara Esser am elektromagnetisch gesteuerten Schaftwebstuhl gefertigt. Es sind
ausgewogene Kompositionen in leuchtenden Farben mit raffi nierten Oberfl ächenwirkungen. Sie lassen an konstruktivistische Malerei denken und auch an die wegweisenden Textilien, die in der Weberei am
Bauhaus entstanden sind. Vorbilder der gezeigten Werke sind allerdings weniger die Werke der klassischen Moderne als die
Erfindungen unserer Zeit. In jedem Fall gibt
es sinnlich erfahrbare Stoff e zu sehen, sie
wurden als unikate produziert und laden
dazu ein, einfach nur bestaunt zu werden.
Esser und Horn verknüpfen klassisches Weberhandwerk mit heutigen Techniken und Materialien. Sie experimentieren nicht
nur mit textilen Techniken, sondern arbeiten
auch mit ungewöhnlichen Präsentationsformen und eröffnen so neue Sehweisen auf die Welt der Stoffe. Dabei treten die beiden Künstler mit konzeptionellen Arbeiten im Außenraum auf, Bezug nehmend
auf große Strukturen, die
das Stadtbild sowohl in vertikaler Form als auch in Gestalt von Flächen bietet. Dokumentationen dieser Projekte können ebenfalls hier studiert werden.
In der Ausstellung werden über vierzig, zumeist großformatige Arbeiten der Künstler präsentiert, sie stammen aus den Jahren 1996 bis heute. Aus einer Arbeit entwickelte sich dann auch das heutige Logo von Esser/
Horn. So erscheint der in Webstrukturen auftretende, freundlich lächelnde Totenkopf – im Rapport gesetzt und von ferne betrachtet – als schwarzweißes Pepita, als klassisches Muster der etablierten Mode.
Vor dem Hintergrund einer Stadtgeschichte, die geprägt ist von einer alten und hochstehenden Textilindustrie, erhält diese Ausstellung für Bielefeld eine besondere Bedeutung. Die Ausstellung „Guter Stoff “ weist
ganz klar in die Zukunft und lässt doch nicht
außer Acht, wo die starken Wurzeln deutscher
Textilkunst liegen.
www.museumhuelsmann.de
Ravensberger Park 3 . Bielefeld |
©Esser+Horn
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18. Juni 2010 - 22. August 2010
Côte d‘Azur - Das Paradies auf Zeit . Jacques Henri Lartigigue
Der Fotograf, Dandy und Lebemann Jacques-Henri Lartigue (1894-1986) wuchs förmlich mit der Fotokamera auf. Als Spross einer sehr wohlhabenden französischen Familie bekam er mit acht Jahren seine erste Kamera von den Eltern geschenkt. Er erkundete fotografisch seine Umwelt, die Kamera wurde ihm zum ständigen Begleiter. Nach künstlerischer Ausbildung in der Pariser Académie
Julian dokumentierte er mit der Kamera sein materiell sorgenfreies Leben, in dessen Mittelpunkt schöne Frauen und schnelle Autos standen. Lartigues Bildwelt bannt fotografisch jedoch weniger glamouröse Oberflächenreize, als vielmehr die flüchtige Schönheit der Dinge.
In seinem zunächst völlig privat gemeinten fotografischen Werk hat er mediterrane Landschaften ebenso wie das mondäne Leben der „Happy few“ festgehalten. Erst durch eine umfangreiche Ausstellung im MoMA in New York im Jahre 1963 wurde Lartigue einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. 1979 vermachte er im Rahmen einer
Donation sein fotografisches Werk dem französischen Staat. Aus den Beständen dieser in Paris ansässigen Stiftung präsentiert das Picasso-Museum die schönsten Fotos der Côte d’Azur.
An der Côte d’Azur schloss Lartigue Freundschaften mit Schriftstellern wie Colette und Jean Cocteau, mit Regisseuren wie Federico Fellini und François Truffaut, mit Malern wie Kees van Dongen. Auch mit Pablo Picasso war Lartigue privat befreundet. Und
mehrfach ließ dieser sich von ihm fotografieren. Einige der Aufnahmen werden in
der münsterschen Ausstellung präsentiert.
Graphikmuseum Pablo Picasso Münster
Picassoplatz 1, Münster |
© Graphikmuseum
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30. Mai2010 - 29. August 2010
Chinesische Lackkunst. Eine deutsche Privatsammlung
Am 10. Juni 2007, wurden mit dem „Klostergarten -
Skulpturenpark Wilfried Koch“ und dem „Kunsthaus Rietberg - Museum
Wilfried Koch“ zwei für Rietberg bedeutsame Kultur-Projekte offiziell
eingeweiht. Neben zahlreichen Ehrengästen (u.a. der Minister für Bauen
und Verkehr des Landes NRW, Oliver Wittke) waren etwa 400 Interessierte
zur Eröffnung gekommen.
Die Ausstellung Chinesische Lackkunst- Eine deutsche
Privatsammlung, die dasMuseum für Lackkunst vom 30.05. bis 29.08.in
seinen Sonderausstellungsräumen präsentiert, gewährt Einblick in die
vielschichtige Welt des chinesischen Lackhandwerks aus der Zeit der
Song-Dynastie (960-1279) bis in das 18. Jahrhundert. Vornehmlich
geschnitzte und mit Perlmutt eingelegte Arbeiten vermitteln mit ihrer
reichen Symbolsprache und ihrem tiefen Bedeutungsgehalt dem Besucher
Eindrücke der spezifisch-chinesischen, vielfach aus dem literarischen
Erbe schöpfenden Vorstellungswelt.
Das Sammlerehepaar, das dem Museum für Lackkunst seit seiner
Gründung eng verbunden ist, widmet sich seit vielen Jahren dem
kontinuierlichen Aufbau seiner Sammlung, die insbesondere durch einen
reichen Bestand an frühen, überaus seltenen Schnitzlacken der Song- und
Yuan-Dynastie (1279-1368) gekennzeichnet ist.
Das Museum für Lackkunst, eine Einrichtung der BASF Coatings
GmbH, beherbergt eine weltweit einzigartige Sammlung vonLackkunst aus
Ost- und Südostasien, Europa und der islamischen Welt mit Objekten aus
über zwei Jahrtausenden. Sonderausstellungen vertiefen Einzelaspekte der
traditionellen wie der zeitgenössischen Lackkunst.
Das Museum ist mittwochs bis sonntags sowie an gesetzlichen
Feiertagen von 12 bis 18 Uhr und Dienstags von 12 bis 20 Uhr geöffnet.
Führungen durch die Sonderausstellung finden jeweils dienstags um 17.30
Uhr statt.
Museum für Lackkunst
Windthorststraße 26 . Münster |

© Museum für Lackkunst
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kunst:stück
ostwestfalen ist ein produkt der bode & cronshage gbr, bielefeld ¬
0521.3059527
¬ info (at) kunst-stueck (dot) net ¬ movin verlag ¬ kunst:stück
osnabrück ¬ |
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