kunst:stück, Kunst und Kultur Programm Magazin für die Region Bielefeld.
kunst:stück informiert und berichtet über Ausstellungen, kulturelle Higlights und stellt regionale Künstler vor, inkl. Theater Programm, Jazz- und Klassik Konzerten.


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Kunst:Stück – jeden Monat auch im GUETSEL.DE | citymagazin
 

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05. September 2010 -
02. Oktober 2010

Rago Torre Ebeling . Skulpturen, Bilder, Zeichnungen

Die Galerie Jesse präsentiert Arbeiten aus den „Berliner Jahren“ des Künstlers Rago Torre Ebeling. Gezeigt werden Skulpturen, Bilder und Zeichnungen. Geboren im Jahr 1926 kann Ebeling auf eine Zeitspanne von über sechs Jahrzehnten künstlerischen Schaffens zurückblicken.

Geprägt sind diese Jahre von einer ständigen Veränderung, sei es in Bezug auf Themen oder künstlerische Mittel. Beständigkeit zeigt sich in seiner rastlosen Suche nach Neuem und einem fortwährenden Experimentieren.

Die Arbeiten in der aktuellen Ausstellung kommen aus den 50er Jahren. Eine Zeit der Gegensätze: Dem akademisch Figurativen stellt sich die neue Abstraktion entgegen. In dieser Phase verfolgt Rago Torre Ebeling konsequent einen konstruktiv bestimmten Surrealismus, in dem er technische Elemente in einer ganz neuen Art in eine freie expressive Ausdruckswelt einbezieht und mit natürlichen Formen kombiniert.
Dabei durchdringt er gestalterisch die gegebene Wirklichkeit und paraphrasiert sie in dringliche Metaphern von expressiver Kraft.

Wichtige Anstöße gibt ihm auf diesem Weg sein Lehrer, der Eisenplastiker Hans Uhlmann. Aber auch Gonzales und die Kubisten beeinflussen ihn. Von Karl Hofer erfährt Rago Torre Ebeling in diesen entscheidenden Berliner-Jahren die Bedeutung von der Funktion der plastischen Form im Raum und wesentliche Aspekte über die expressiven Möglichkeiten der Farbe.

Das Problem, eine konstruktive „technische“ Form mit den Ausdrucksmitteln einer expressiven Farbe zu verbinden, beschäftigt Rago Torre Ebeling in den folgenden Jahren weiter. Bis es Ende 1962 zu einem Bruch kommt: Angewidert vom damaligen Kunstbetrieb gibt er die Malerei ganz auf und arbeitet als Publizist und Kritiker.

Seine innere Konsequenz sowie die geistigbildnerische Geschlossenheit, die sich in seinem Werk ausdrückt, zeigt sich, als er in den Jahren 1966/67 nach der mehrjährigen Unterbrechung scheinbar nahtloswieder an die Berliner Zeit anschließt. Jedoch ist er noch ausgeprägter im Vokabular und eindringlicher in der Formulierung. Es entsteht eine Vielzahl von Eisenplastiken.

In seinen Werken zeigt Rago Torre Ebeling eine strenge bildnerische Disziplin - frei von kommentierender Rhetorik. Form-farblich verdichtet entfalten die Inhalte ihren evokativen Charakter. Sie werden zu elementaren Zeichen. So schafft Rago Torre Ebeling eine neue, andere Wirklichkeit, die eine in sich geschlossene formal-funktionale Ordnung spiegelt.

Torre-Ebeling begann seine künstlerische Ausbildung nach Ende des Zweiten Weltkriegs an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar. Nach einem kurzen Kunstgeschichtsstudium in Rostock, studierte er an der Hochschule für Bildende Künste und Baukunst in Berlin- Charlottenburg.

Öffnungszeiten: Di-Fr: 10-12 Uhr, 15-18.30
Uhr, Sa: 11-15 Uhr

www.galerie-jesse.de
Bielefeld

 

 

 

© Rago Torre Ebeling

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28. August 2010 -
21. November 2010

Intime Einblicke in Picassos Atelier

Picassos Atelierbilder gehören zum Intimsten, was der Spanier von sich preis gab.

In ihnen reflektiert er immer wieder über seine eigene Kunst und seine Rolle als Maler und Bildhauer. Anlässlich seines 10jährigen Jubiläums widmet das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster dem Thema vom 28.08. bis 21.11. eine große Sonderausstellung. „Pablo Picasso – Im Atelier des Künstlers“ präsentiert rund 160 Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Skulpturen und Fotografien.

Unterstützt wird das Picasso-Museum dabei durch namhafte Institutionen und Privatsammler aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz, darunter das Centre Pompidou in Paris und das Museu Picasso in Barcelona. Auch die Erben Picassos stellen für die Jubiläumsausstellung private Leihgaben zur Verfügung.

Das Thema des Atelierbildes zieht sich wie ein roter Faden durch Picassos gesamtes Werk. So spannt die Ausstellung einen Bogen von fast 70 Schaffensjahren, angefangen mit zwei frühen Zeichnungen bis hin zu erotisch aufgeladenen Arbeiten der späten 60er Jahre.

Die Szenen im Atelier schwanken zwischen Preisgabe und Verhüllung. Picasso verbirgt sich in ihnen bisweilen hinter kunstgeschichtlichen Zitaten oder Darstellungstraditionen, wie beispielsweise dem Maleraffen. Seine Atelierbilder liefern so bisweilen ironische Kommentare auf die eigene Kunst und diejenige seiner Zeitgenossen.

Picasso maß der Verwandlung seiner Bildideen im Schaffensprozess eine besondere Bedeutung bei. Er ging nicht mit einer fertigen Vorstellung ans Werk, sondern entwickelte seine Bildideen beim Entstehen des Werkes. Die Ausstellung folgt diesem Ansatz und präsentiert selten gezeigte Zustands- und Probedrucke, die Picassos prozessuales Bilddenken veranschaulichen. Fotos von David Douglas Duncan, der zu den wenigen Menschen gehörte, die Picasso beim Malen im Atelier ablichten durften, runden das Bild eines Künstlers ab, der scheinbar virtuos nach der Devise arbeitete: „Der Weg ist das Ziel.“

Ergänzt werden die Picasso-Werke um zeitgenössische Positionen, die im Zusammenhang mit der Atelierthematik stehen. So beschreibt ein Gemälde des Italieners Antonio Recalcati die lebensbedrohliche Affinität zwischen einer Staffelei und einer Guillotine. Der „Lauf der Dinge“, ein Kurzfilm des schweizer Künstlerduos Fischli/Weiss, hingegen inszeniert eine schöpferische Kettenreaktion. Werke von Ben, Christo und dem Katalanen Perejaume liefern ferner ganz individuelle, bisweilen provokative oder unvermutete Beiträge zum Künstlertum.

www.graphikmuseum-picasso-muenster.de
Münster

 

 

 

© Graphikmuseum
Pablo Picasso Münster

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18. Juni 2010 - 16. Januar 2011

175 Jahre in 175 Tagen

175 kleine Geschichten

Mit der Jubiläumsausstellung „175 Jahre in 175 Tagen“ wurde der Versuch unternommen,
jedem einzelnen Jahr des Museums auf eigene Weise gerecht zu werden. Die jeweiligen Direktoren und diversen Umzüge innerhalb Detmolds, die Um- und Ausbauten der Häuser, der Zugang überragender Einzelstücke und die Überlassung bedeutsamer Sammlungen bilden die vertrauten Eckdaten. Dazwischen haben wissenschaftliche Erkenntnisse, politische Entscheidungen,
gelungene Ausstellungen aber auch schmerzliche Verluste und technische Neuerrungenschaften, Künstler, Handwerker und nicht zuletzt die Bürger Lippes ihren Beitrag dazu geleistet, damit Detmold seine herausragende Stellung im Kanon der bundesweiten Museumslandschaft einnehmen konnte. In den folgenden 175 kleinen Geschichten soll die Entwicklung des Landesmuseums nacherzählt werden.

Einer Zeitreise gleich, die schlaglichtartig vom Wandel und Fortschritt, von desolaten Zuständen und glanzvollen Leistungen, von Visionen und Irrtümern berichtet. Ein buntes Kaleidoskop höchst unterschiedlicher Eindrücke, durch das auch die vielfältige Aufgabenstellung des Detmolder Museums zu erkennen ist. Objekte aus berühmten Sammlungen erzählen ihre Geschichte neben längst vergessenen Exponaten, verblichene Fotos und vergilbte Akten kommen neben wertvollen Gemälden zum Tragen. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet.

www.Lippisches-Landesmuseum. de
Detmold

 

 

 

© Lippisches Landesmuseum

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23. Juli 2010 -
29. August 2010

Shubcraft

Peter Shub, der internationale und hochdekorierte Star der komischen Pantomime und Comedy leitet das Publikum mal nonverbal, mal in charmantem „denglisch“ durch die Show im Kaiserpalais Bad Oeynhausen.  Ihm zur Seite steht ein Team von jungen Artisten, die mit ihrer Kunst an der Spitze der artistischen Zunft stehen. Aus einer Fülle von modernen, faszinierenden Darbietungen konnte so eine fulminante Show voller Humor, Kraft, Präzision und Anmut entstehen.

Peter Shub bittet zur Lachtherapie! Er ist wild, drollig, anarchisch, spontan. Körperteile machen sich selbstständig, banale Gegenstände erwachen plötzlich zu einem selbstbestimmten Leben und aus dem Nichts entstehen eigensinnige Wesen, die für unvermutete Komplikationen sorgen. Peter Shub steht für visuelle Comedy, Slapstick, Skurrilitäten, schwarzen Humor, verrückte Gedichte und Lieder und auch sonst allerlei Sonderbares, für das ihm die Herzen nur so zufliegen.
Phil Os bietet ein Rockkonzert der ganz anderen Art. Gestylt wie ein Rockstar, in Jeans mit Nietengürtel betritt er die Bühne und zieht sein Publikum mit seiner atemberaubenden Diabolo-Show zu harten Rockklängen in den Bann. Dann geht es hoch in die Lüfte. Hier trifft die Gefahr auf Eleganz und Anmut. Silea zeigt virtuos gewagte Sprünge auf dem Seil oder rasante Akrobatik am Tuch. Auch Darkan entführt sein Publikum in ungeahnte Höhen. An zwei schmalen Bändern befestigt schwebt er in die Lüfte. Luftakrobatik, die kraftvoll und trotzdem elegant wirkt. Darkan errang beim Internationalen Circusfestival „Cirque de Demain 2010“ die Goldmedaille.
Wer ist denn die Dame im feinen Spitzenkleid? Françoise Rochaise hat sich nicht auf die Bühne verirrt. Nein, sie zeigt, was man mit Schirmchen, Blumen und Tennisschlägern so alles machen kann. Die Weltrekordhalterin in der Jonglage mit sieben Batons wirbelt die zahlreichen Gegenstände nur so durch die Luft. Das Duo Antoine und Aurore zeigt in einer einzigartigen Choreografie, was Partnerakrobatik auf höchstem Niveau heißt. Der hoch gewachsenen Antoine wirbelt seine Partnerin Aurore in die Luft, ihre Körper verbinden und lösen sich mit malerischer Poesie. Die einzelnen Bewegungen fließen ineinander und präsentieren eine ganz neue, ungewöhnliche Darbietung.
Bei Andrey Koltsov steht die Welt Kopf. Der Weltklasse-Artist  zeigt faszinierende Kunststücke über Kopf. Stark, biegsam und voller Spannung wirkt der Ausnahmeakrobat, der schon im Cirque du Soleil das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Anna Stankus präsentiert rasante und moderne Hula-Hoop-Akrobatik. Wie aus dem Moulin Rouge entsprungen kommt sie auf die Bühne und bietet eine atemberaubende Show. Mit traumwandlerischer Sicherheit wirbelt sie die Ringe durch die Lüfte, um sie dann im nächsten Moment in fast undenkbaren Körperpositionen wieder aufzufangen.

GOP Varieté-Theater
Bad Oeynhausen

 

 

 

© Welthaus

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18. April 2010 -
3. Oktober 2010

Der Weltgarten „erblüht“ in Bielefeld

Über ein Jahr und viele Helferinnen und Helfer waren notwendig, um die interaktive Ausstellung zur Globalisierung in Bielefeld in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Am 18.04. war es soweit - der Weltgarten hat nun bis zum 03.10. auf dem Gelände des Bauernhaus-Museum Bielefeld seine Pforten geöffnet.

Dies ermöglicht eine Kooperation zwischen dem Welthaus Bielefeld, dem Eine Welt Netz NRW und dem Bauernhaus-Museum Bielefeld sowie die Unterstützung freiwillig Engagierter.

Endlich wird die Erfolgsgeschichte des Weltgartens fortgesetzt. Seit 2005 haben bereits über 2 Millionen Interessierte jeden Alters den Weltgarten in verschiedenen Städten Nordrheinestfalens besucht. Dabei konnten sie viel Wissenswertes über die globalen Zusammenhänge unserer Erde entdecken. Nur wer selbst aktiv wird, lernt den Weltgarten in all seiner Vielseitigkeit kennen. Themen wie Klima, Wasser, Energie und Wirtschaft werden für Jung und Alt interaktiv und ansprechend erklärt. „Wir freuen uns, dass wir zum Auftakt des 30-jährigen Jubiläums des Welthaus Bielefeld den Weltgarten in Bielefeld haben“, sagt Susanne Schmeier, Referentin des Welthaus Bielefeld und Projektleiterin des Weltgarten.

Kernstück der entwicklungspolitischen Ausstellung ist ein etwa 5 Meter hohes, weißes Kuppelzelt, was schon von Weitem neugierig macht. Es beherbergt zwei Multimediastationen, die Gelddusche sowie eine Verkaufseinheit zum Fairen Handel. Viele spannende und innovative Außenexponate wie Hippo-Roller, eine sprechende Kuh und eine Kartoffelkiste vermitteln Wissenswertes zu Eine Welt Themen und regen zum Nachdenken an. Während dieser einmaligen „Weltreise“, lädt der Weltgarten bei fairem Kaffee sowie Tee und Kuchen aus dem Café des Bauernhaus-Museum Bielefeld auch zum Verweilen ein. So lässt es sich wunderbar entspannen und über das Gesehene austauschen.

Das Welthaus Bielefeld bietet im Rahmen des Weltgarten für Schulklassen, Jugend- und Erwachsenengruppen tolle Erlebnisführungen an.

Was hat mein Handy eigentlich mit Afrika zu tun? Wie viel Mühe kann es kosten, wenn ich keinen Wasserhahn habe? Was verbraucht eigentlich mehr Wasser: ein Hamburger oder eine Tomate?

Interessante Fragen werden hier aufgeworfen und anschaulich beantwortet. Einen besonderen Akzent, im internationalen Jahr der Biodiversität 2010, setzt das Welthaus Bielefeld im Weltgarten mit einer Sonderführung zum Thema Kartoffel. Auch das ehrenamtliche Engagement wird im Weltgarten ganz groß geschrieben. Einerseits sind Eine Welt- und Umweltgruppen eingeladen, Ihre Anliegen und Arbeit den Besucherinnen und Besuchern des Weltgartens vorzustellen. Andererseits beraten freiwillig Engagierte zu Produkten des Fairen Handels, begleiten Erlebnisführungen durch

www.welthaus.de
Bielefeld

 

 

 

Weltgarten1

Weltgarten2

© Welthaus

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Bis
3. Oktober 2010

Stephan Balkenhol . Druckgraphik 1992 - 2008

Der Bildhauer Stephan Balkenhol (*1957 in Fritzlar) gehört mit seinen rund einhundert Arbeiten im öffentlichen Raum und seinen auch in zahlreichen Museen vertretenen Werken heute zu den bekanntesten und renommiertesten Künstlern Deutschlands. Seine Figuren, nur durch wenige Merkmale gekennzeichnet und als „Zeitgenossen“ typisiert, gelten seit vielen Jahren als sein
Markenzeichen. Während sein plastisches Werk vielfach publiziert wurde, blieben seine
Grafiken bislang weitgehend unveröffentlicht. Sie sind jedoch Grundlage für seine sorgfältig inszenierten Skulpturen, die heute auf Plätzen und Brücken, vor, in und auf Gebäuden, in Wasserflächen oder Parkanlagen zu finden sind.

Der Mensch ist auch das zentrale Thema im zeichnerischen Werk Balkenhols. Die Figuren, Köpfe, Gesichter, teils monochrom, teils farblich akzentuiert, sind mit Nähe zum Porträthaften in äußerlicher „Familienähnlichkeit“ umschrieben. Gewöhnliche Motive finden in unprätentiösen Formulierungen ihre Entsprechung, gängige Sehgewohnheiten werden unterlaufen: Ohne
räumliche Bezüge schweben seine Gestalten - Protagonisten des Alltags - beschwingt und leicht auf dem Papiergrund. Dabei ergänzen Tierdarstellungen seine Figuren in neuartiger Sicht- und Kombinationsweise.

Auffällig lapidar sowohl im Inhaltlichen als auch im Gestalterischen stattet der Künstler seine autonom und allein durch ihre Präsenz wirkenden Figuren mit einem Übermaß an Normalität aus. Ohne Kennzeichen von subjektiver und emotionaler Befindlichkeit und frei von sozialkritischen Bezügen, treten sie in Kommunikation mit ihren Betrachtern. Sie erzählen keine Geschichten, sondern fordern auf, sich auf sie einzulassen.

Stephan Balkenhol gehört zu einer Künstlergeneration, der es gelang, in den achtziger Jahren eigene Richtungen durchzu-setzen. Von Gruppierungen wie den „Jungen Wilden“, die sich als Gegenströmung zu den Positionen der Konzeptkunst und Minimal Art verstanden, setzte sich der Künstler bewusst ab. Seit 1992 lehrt Balkenhol als Professor an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe.

Öffnungszeiten: Di-So, 10-18 Uhr, Eintritt frei.

Städtische Galerie am Abdinghof
Am Abdinghof 11 . Paderborn

 

 

 

© Balkenhol

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16. April 2010 -
29. August 2010

Guter Stoff.

Textile Arbeiten von Barbara Esser und Wolfgang Horn Museum Huelsmann, bis 29. 08.

Seit 1993 entwickeln die Textildesignerin Barbara Esser und der Architekt Wolfgang Horn gemeinsame Projekte. Mit seinen experimentellen Arbeiten hat sich das Künstlerduo in der internationalen Textilszene einen Namen gemacht und wichtige Auszeichnungen, darunter den begehrten Staatspreis für Kunsthandwerk Nordrhein-Westfalen 2007, erhalten.

Die farbigen Raumobjekte und faszinierenden Stoffe werden eigenhändig von Barbara Esser am elektromagnetisch gesteuerten Schaftwebstuhl gefertigt. Es sind ausgewogene Kompositionen in leuchtenden Farben mit raffi nierten Oberfl ächenwirkungen. Sie lassen an konstruktivistische Malerei denken und auch an die wegweisenden Textilien, die in der Weberei am Bauhaus entstanden sind. Vorbilder der gezeigten Werke sind allerdings weniger die Werke der klassischen Moderne als die Erfindungen unserer Zeit. In jedem Fall gibt es sinnlich erfahrbare Stoff e zu sehen, sie wurden als unikate produziert und laden dazu ein, einfach nur bestaunt zu werden.

Esser und Horn verknüpfen klassisches Weberhandwerk mit heutigen Techniken und Materialien. Sie experimentieren nicht nur mit textilen Techniken, sondern arbeiten auch mit ungewöhnlichen Präsentationsformen und eröffnen so neue Sehweisen auf die Welt der Stoffe. Dabei treten die beiden Künstler mit konzeptionellen Arbeiten im Außenraum auf, Bezug nehmend auf große Strukturen, die das Stadtbild sowohl in vertikaler Form als auch in Gestalt von Flächen bietet. Dokumentationen dieser Projekte können ebenfalls hier studiert werden.

In der Ausstellung werden über vierzig, zumeist großformatige Arbeiten der Künstler präsentiert, sie stammen aus den Jahren 1996 bis heute. Aus einer Arbeit entwickelte sich dann auch das heutige Logo von Esser/ Horn. So erscheint der in Webstrukturen auftretende, freundlich lächelnde Totenkopf – im Rapport gesetzt und von ferne betrachtet – als schwarzweißes Pepita, als klassisches Muster der etablierten Mode.

Vor dem Hintergrund einer Stadtgeschichte, die geprägt ist von einer alten und hochstehenden Textilindustrie, erhält diese Ausstellung für Bielefeld eine besondere Bedeutung. Die Ausstellung „Guter Stoff “ weist ganz klar in die Zukunft und lässt doch nicht außer Acht, wo die starken Wurzeln deutscher Textilkunst liegen.

www.museumhuelsmann.de
Ravensberger Park 3 . Bielefeld

 

 

 

©Esser+Horn

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18. Juni 2010 - 22. August 2010

Côte d‘Azur - Das Paradies auf Zeit . Jacques Henri Lartigigue

Der Fotograf, Dandy und Lebemann Jacques-Henri Lartigue (1894-1986) wuchs förmlich mit der Fotokamera auf. Als Spross einer sehr wohlhabenden französischen Familie bekam er mit acht Jahren seine erste Kamera von den Eltern geschenkt. Er erkundete fotografisch seine Umwelt, die Kamera wurde ihm zum ständigen Begleiter. Nach künstlerischer Ausbildung in der Pariser Académie Julian dokumentierte er mit der Kamera sein materiell sorgenfreies Leben, in dessen Mittelpunkt schöne Frauen und schnelle Autos standen. Lartigues Bildwelt bannt fotografisch jedoch weniger glamouröse Oberflächenreize, als vielmehr die flüchtige Schönheit der Dinge.

In seinem zunächst völlig privat gemeinten fotografischen Werk hat er mediterrane Landschaften ebenso wie das mondäne Leben der „Happy few“ festgehalten. Erst durch eine umfangreiche Ausstellung im MoMA in New York im Jahre 1963 wurde Lartigue einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. 1979 vermachte er im Rahmen einer Donation sein fotografisches Werk dem französischen Staat. Aus den Beständen dieser in Paris ansässigen Stiftung präsentiert das Picasso-Museum die schönsten Fotos der Côte d’Azur.

An der Côte d’Azur schloss Lartigue Freundschaften mit Schriftstellern wie Colette und Jean Cocteau, mit Regisseuren wie Federico Fellini und François Truffaut, mit Malern wie Kees van Dongen. Auch mit Pablo Picasso war Lartigue privat befreundet. Und mehrfach ließ dieser sich von ihm fotografieren. Einige der Aufnahmen werden in der münsterschen Ausstellung präsentiert.

Graphikmuseum Pablo Picasso Münster
Picassoplatz 1, Münster

 

 

 

Cote D'Azur1

Cote D'Azur2

© Graphikmuseum

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30. Mai2010 - 29. August 2010

Chinesische Lackkunst. Eine deutsche Privatsammlung

Am 10. Juni 2007, wurden mit dem „Klostergarten - Skulpturenpark Wilfried Koch“ und dem „Kunsthaus Rietberg - Museum Wilfried Koch“ zwei für Rietberg bedeutsame Kultur-Projekte offiziell eingeweiht. Neben zahlreichen Ehrengästen (u.a. der Minister für Bauen und Verkehr des Landes NRW, Oliver Wittke) waren etwa 400 Interessierte zur Eröffnung gekommen.

Die Ausstellung Chinesische Lackkunst- Eine deutsche Privatsammlung, die dasMuseum für Lackkunst vom 30.05. bis 29.08.in seinen Sonderausstellungsräumen präsentiert, gewährt Einblick in die vielschichtige Welt des chinesischen Lackhandwerks aus der Zeit der Song-Dynastie (960-1279) bis in das 18. Jahrhundert. Vornehmlich geschnitzte und mit Perlmutt eingelegte Arbeiten vermitteln mit ihrer reichen Symbolsprache und ihrem tiefen Bedeutungsgehalt dem Besucher Eindrücke der spezifisch-chinesischen, vielfach aus dem literarischen Erbe schöpfenden Vorstellungswelt.

Das Sammlerehepaar, das dem Museum für Lackkunst seit seiner Gründung eng verbunden ist, widmet sich seit vielen Jahren dem kontinuierlichen Aufbau seiner Sammlung, die insbesondere durch einen reichen Bestand an frühen, überaus seltenen Schnitzlacken der Song- und Yuan-Dynastie (1279-1368) gekennzeichnet ist.

Das Museum für Lackkunst, eine Einrichtung der BASF Coatings GmbH, beherbergt eine weltweit einzigartige Sammlung vonLackkunst aus Ost- und Südostasien, Europa und der islamischen Welt mit Objekten aus über zwei Jahrtausenden. Sonderausstellungen vertiefen Einzelaspekte der traditionellen wie der zeitgenössischen Lackkunst.
Das Museum ist mittwochs bis sonntags sowie an gesetzlichen Feiertagen von 12 bis 18 Uhr und Dienstags von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Führungen durch die Sonderausstellung finden jeweils dienstags um 17.30 Uhr statt.

Museum für Lackkunst
Windthorststraße 26 . Münster

 

 

 


© Museum für Lackkunst

    

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